Oft gestellte Fragen (FAQ)

Ab welchem Alter soll mein Kind schwimmen lernen?

Ab dem Alter von 4 Jahren können die Kinder mit dem Level 1 beginnen. In einem früheren Alter ist es auf Grund der Körpergrösse und der körperlichen Entwicklung nicht empfehlenswert einen Kurs zu besuchen. Vor Kursanmeldung sollte unbedingt folgendes beachtet werden:

  • Das Kind sollte auf keinen Fall Angst vor Wasser inkl. kurzes Untertauchen haben und sich alleine und ohne Hilfsmittel im Wasser aufrecht bewegen können.
  • Wichtig ist, dass die Kinder keine Angst vor einer fremden Lehrperson haben und auch über eine gewisse Zeit zuhören und sich konzentrieren können.
  • Ab Level 3 finden die Kurse im tiefen Becken statt. Die Wassertemperatur ist geringer als im Nichtschwimmerbecken. Bitte gewöhnen sie ihr Kind frühzeitig daran.

Wichtig zu wissen ist, dass sich ein 4 jähriges Kind zum Teil noch anders in der Reife, Konzentration und in der körperlichen Entwicklung, sowie auch in der Koordination anders verhalten kann als ein älteres Kind. Die motorischen Fertigkeiten für die Bewegungsabläufe der Arme und Beine für das Kraul- und Rückenschwimmen sind meist ab dem fünften Lebensjahr vorhanden. Das Brustschwimmen stellt höhere Ansprüche an die Koordination der Kinder und wird deswegen zu einem späteren Zeitpunkt in höheren Kursen erlernt.
 

Was mache ich, wenn mein Kind Mühe mit dem Tauchen hat oder sich dazu sogar verweigert?

Geben Sie Ihrem Kind die Möglichkeit sich so oft wie möglich mit dem Element Wasser zu beschäftigen. Dies kann im Schwimmbad, wie auch in der Badewanne oder Dusche sein, damit es sich noch intensiver mit dem Wasser beschäftigen kann. 
Ein respektvoller Umgang mit den Gefahren im Wasser ist sehr wertvoll. Jedoch werden die meisten Ängste rund um das Wasser durch die klassische Konditionierung erworben. Dies bedeutet, dass die Kinder bisherige Wahrnehmungen im oder am Wasser mit dem Wasser verbinden. So kann "Brennendes Shampoo" im Auge oder "panische Eltern" neben jedem kleinsten Gewässer als "Wasser ist schlecht" empfunden werden. Positive Emotionen rund um das Thema Wasser wirken nachhaltig positiv.
 

Wie lange braucht mein Kind, bis es richtig schwimmen kann?

Dies ist schwierig zu beantworten. Diese Frage wird innerhalb des Kurses häufiger gestellt und lässt sich eigentlich nur mit den folgenden Gegenfragen beantworten: Was ist richtiges Schwimmen? Ab wann nennt man es schwimmen? Ist es Brust-, Kraul- oder Rückenschwimmen?  

Unserer Ansicht nach kann ein Kind schwimmen, sobald es sich im Wasser auf irgendeine Art fortbewegen kann und nicht ertrinkt, wenn es ins Wasser fällt. Unsere Zielsetzung ist somit die Wasserbewältigung, dass ein Kind seine eigenen Möglichkeiten entdeckt sich im Wasser sicher und mittels gesunder Bewegungen zurechtzufinden. Erst wenn dieses Ziel erreicht ist, werden die verschiedenen Schwimmstile - Rücken, Kraul und Brustschwimmen - aufbauend erlernt.
 

Wie geht es weiter, wenn mein Kind den Kurs nicht besteht?

Wenn ein Kind am Schluss des Kurses nicht alle Lerninhalte des Kurses erfüllen kann, braucht das Kind noch mehr Zeit um diese Übungen zu vertiefen und sicher darin zu werden. Dies ist nicht schlimm, denn nicht alle Kinder lernen gleich schnell und intensiv. Wichtiger für das Kind ist sicher im Wasser zu sein und nicht nur die Abzeichen zu sammeln. Zentral ist, dass Sie Ihr Kind motivieren und es bestärken, dass es einfach noch mehr Zeit braucht und dass dies in Ordnung ist. Ihr Kind erhält am Ende des Kurses dann ein Trostabzeichen. Empfehlenswert ist, dass Sie Ihr Kind danach sofort nochmals für den gleichen Kurs anmelden, damit es die schon gelernten Inhalte nicht wieder verlernt. Ein Anmelden in den nächst höheren Kurs ist beim Nichtbestehen eines Kurses nicht möglich.
 

Darf mein Kind nach dem Kurs noch im Bad bleiben?

Sobald der reguläre Schwimmunterricht zu Ende ist und sich die Lehrpersonen beim Treffpunkt bei den Kindern verabschiedet haben, liegt die Verantwortung bei den Eltern. Wir bitten Sie deswegen Ihr Kind immer persönlich beim Treffpunkt abzuholen, denn ein Kind kann schnell ungewollt ins Wasser fallen. Dies kann sehr gefährlich werden. Deshalb sollten Kinder nie unbeaufsichtigt im und am Wasser gelassen werden!
 

Tragen einer Schwimmbrille

Das Tragen einer Schwimmbrille während dem Unterricht nimmt immer stärker zu. Es ist aber extrem wichtig, dass sich die Kinder bereits früh ohne Schwimmbrille an das Wasser gewöhnen, damit sie sich im und unter Wasser orientieren können.

Gründe um auf das Tragen einer Schwimmbrille zu verzichten!

  1. Es ist wichtig, dass sich die Kinder auch ohne Schwimmbrille sicher im und unter Wasser bewegen können, damit sie sich im Ernstfall orientieren können um an die Wasseroberfläche zu gelangen und sich an Land zu retten. Sehen bedeutet sich orientieren und retten zu können.
  2. Die Kinder, die eine Schwimmbrille tragen, sind viel schlechter an das Wasser gewöhnt. Je länger die Schwimmbrille getragen wird, desto weniger sind die Kinder bereit sie abzunehmen, weil sie immer mehr Angst oder sogar Panik entwickeln, wenn das Wasser die Augen berührt.
  3. Ab einer Wassertiefe von zwei Metern entsteht ein Unterdruck, so dass ein Saugeffekt auf das Auge erzeugt wird, was zur Schädigung der Netzhaut führt. Kinder können nicht abschätzen, wann diese zwei Meter im Wasser erreicht sind.
  4. Für das Absolvieren des WSC (Wasser-Sicherheits-Check) ist es Vorschrift, dass die Kinder diesen ohne Schwimmbrille bestehen müssen. Nebst dem Schwimmunterricht in der Schwimmschule wird der WSC auch immer häufiger an Schulen im Schulschwimmen verlangt.
  5. Sollte Ihr Kind Interesse an der Sportart Wasserball haben, darf keine Schwimmbrille getragen werden, weil damit die Verletzungsgefahr enorm ist. Dies gilt auch bei der Fachsparte Wasserspringen.
Im Schwimmunterricht bei uns in der Schwimmschule beobachten wir immer wieder Kinder, die eine Schwimmbrille tragen, dass sie die erworbene Wassersicherheit verlieren, wenn sie die Schwimmbrille ausziehen müssen. Sie sehen nicht mehr gut im Wasser, reiben sich die Augen und werden dadurch unsicher oder sogar panisch. Somit trägt das Tragen der Schwimmbrille zu einer trügerischen Sicherheit bei und birgt eine potentielle Gefahr, wenn sie einmal unabsichtlich ins Wasser fallen. Deswegen empfehlen wir möglichst ohne Schwimmbrille unsere Schwimmkurse zu absolvieren um den Sehsinn im und unter Wasser zu stärken und die Wassersicherheit des Kindes zu erhöhen.
 
Deshalb werden die Kinder, die eine Schwimmbrille tragen, vermehrt von unseren Lehrpersonen darauf aufmerksam gemacht für gewisse Übungen ohne Schwimmbrille zu schwimmen. Uns liegt es am Herzen, dass die Kinder im Ernstfall nicht in Panik ausbrechen, sondern an die Wasseroberfläche gelangen und sich an Land retten können.